Du hast schon von Präventionskursen gehört, bist dir aber nicht ganz sicher, was dahinter steckt? Oder du fragst dich, ob sich das für dich lohnt und wie das Ganze mit der Erstattung funktioniert? Dann bist du hier genau richtig.
In diesem Artikel erfährst du alles über Präventionskurse – von der Kursauswahl über die Anmeldung bis zur Erstattung durch deine Krankenkasse. Plus: ein ehrlicher Blick auf Vorteile, Nachteile und für wen sich Präventionskurse wirklich eignen.
Was sind Präventionskurse überhaupt?
Präventionskurse sind Gesundheitskurse, die nach § 20 SGB V von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifiziert wurden. Das bedeutet: Sie erfüllen bestimmte Qualitätsstandards und können von gesetzlichen Krankenkassen anteilig bezuschusst werden.
Das Ziel von Präventionskursen ist klar: Sie sollen dein Gesundheitsbewusstsein stärken und dich dabei unterstützen, nachhaltig gesunde Gewohnheiten in deinen Alltag zu integrieren. Es geht nicht darum, dich für zehn Wochen fit zu machen und dann war’s das. Vielmehr möchten Präventionskurse dir das Handwerkszeug geben, langfristig aktiv und gesund zu bleiben.
Präventionskurse gibt es in vier Hauptkategorien: Bewegung, Ernährung, Stressmanagement und Suchtprävention. Meine Pilates-Kurse fallen in die Kategorie Bewegung – genauer gesagt: Förderung und Stabilisierung der Rückengesundheit, Kraft und Körperbewusstsein.
Welche Pilates-Präventionskurse biete ich an?
Bei mir findest du verschiedene Pilates-Präventionskurse, die zu deinem Level und deiner Lebenssituation passen:
Pilates Level 1 – Für Einsteiger
Du hast noch nie Pilates gemacht oder nur wenig Erfahrung? Dann ist Level 1 perfekt für dich. Hier lernst du die Grundlagen: Wie funktioniert die Pilates-Atmung? Wie aktivierst du dein Powerhouse? Wie führst du die Bewegungen kontrolliert und sicher aus?
Die Übungen werden langsam und mit klaren Erklärungen vermittelt. Du bekommst genug Zeit, die Bewegungen zu verstehen und in deinem Körper zu spüren. Kein Stress, kein Druck – nur du und deine Matte.
Pilates Level 2 – Für die Mittelstufe
Du hast bereits Pilates-Erfahrung oder den Level 1 Kurs abgeschlossen? Dann geht es in Level 2 einen Schritt weiter. Die Übungen werden anspruchsvoller, die Sequenzen fließender und das Tempo etwas höher. Hier vertiefst du deine Technik und baust systematisch Kraft, Flexibilität und Koordination auf.
Ideal für alle, die schon wissen, was ein Roll-Up ist und bereit sind, ihr Pilates-Training auf die nächste Stufe zu heben.
Pilates in der Schwangerschaft
Schwanger und auf der Suche nach einem sanften, aber effektiven Bewegungsprogramm? Dieser Kurs kombiniert Pilates-Übungen mit gezieltem Training für Beckenboden, Core und Rücken – alles an die Schwangerschaft angepasst.
Die Bewegungen fördern Kraft, Balance und Wohlbefinden, ohne deinen Körper zu überfordern. Du lernst, wie du deine Muskeln sinnvoll aktivierst, deinen Rücken entlastest und dich auf die Geburt vorbereitest – körperlich und mental.
Pilates für Berufstänzer (in Entwicklung)
Ich arbeite gerade an der Entwicklung eines speziellen Pilates-Präventionskurses für Berufstänzer. Mein Ziel ist es, ein Programm zu kreieren, das die besonderen Anforderungen des Tanzalltags berücksichtigt: Stabilität, Kraft, Beweglichkeit und Regeneration. Sobald der Kurs fertig ist, erfährst du es hier als Erstes!
Alle anderen Pilates-Kurse – egal ob Level 1, Level 2 oder für Schwangere – sind für alle offen. Du musst keine Tänzerin sein, keine Sportskanone und auch keine 25 Jahre alt. Du musst nur Lust haben, dich zu bewegen.
Wie funktioniert das mit der Krankenkassen-Erstattung?
Die gute Nachricht: Die meisten gesetzlichen Krankenkassen unterstützen dich dabei, an Präventionskursen teilzunehmen. Wie viel du zurückbekommst und wie genau der Prozess abläuft, erkläre ich dir jetzt Schritt für Schritt.
Schritt 1: Informiere dich vorab bei deiner Krankenkasse
Bevor du dich anmeldest, check am besten kurz bei deiner Krankenkasse, ob und wie viel sie für Präventionskurse erstattet. Die meisten Kassen übernehmen 80 bis 100 Prozent der Kursgebühr – allerdings gibt es oft eine Obergrenze pro Kurs (z. B. maximal 75 bis 120 Euro pro Kurs).
Du kannst einfach bei deiner Kasse anrufen, eine E-Mail schreiben oder auf der Website nachschauen. Die meisten Krankenkassen haben eine eigene Seite zum Thema Prävention, auf der alle wichtigen Infos stehen.
Schritt 2: Melde dich zum Kurs an und zahle die Kursgebühr
Sobald du weißt, dass deine Kasse mitmacht, kannst du dich für einen meiner Kurse anmelden. Die Anmeldung läuft über das Formular auf meiner Website. Du bezahlst die Kursgebühr vorab – 165 Euro für 10 Termine (bei Pilates in der Schwangerschaft 165 Euro für 8 Termine).
Ja, du gehst erstmal in Vorleistung. Aber keine Sorge: Das Geld bekommst du nach Abschluss des Kurses von deiner Krankenkasse zurück.
Schritt 3: Nimm regelmäßig am Kurs teil
Um die Erstattung zu bekommen, musst du mindestens 80 Prozent der Kurstermine wahrnehmen. Bei einem 10-Wochen-Kurs bedeutet das: mindestens 8 von 10 Terminen. Bei einem 8-Wochen-Kurs (wie Pilates in der Schwangerschaft): mindestens 7 von 8 Terminen.
Das klingt streng, ist aber fair. Schließlich geht es darum, dass du wirklich dranbleibst und die Übungen verinnerlichst.
Schritt 4: Erhalte deine Teilnahmebescheinigung
Wenn du den Kurs erfolgreich abgeschlossen hast, bekommst du von mir eine offizielle Teilnahmebescheinigung. Darauf steht, dass der Kurs von der ZPP zertifiziert ist, wie viele Termine du wahrgenommen hast und wie viel der Kurs gekostet hat.
Diese Bescheinigung ist dein Ticket zur Erstattung – also gut aufbewahren!
Schritt 5: Reiche die Bescheinigung bei deiner Krankenkasse ein
Jetzt schickst du die Teilnahmebescheinigung zusammen mit dem Zahlungsnachweis (z. B. Kontoauszug oder Rechnung) an deine Krankenkasse. Viele Kassen bieten mittlerweile auch eine digitale Einreichung über eine App oder ein Online-Portal an – das geht meist am schnellsten.
Nach ein paar Tagen/Wochen bekommst du dann den Zuschuss auf dein Konto überwiesen. Fertig!
Wie viel erstattet meine Krankenkasse?
Die Erstattungshöhe variiert je nach Krankenkasse. Hier ein paar Beispiele:
- Techniker Krankenkasse (TK): 80 Prozent der Kursgebühren bis maximal 75 Euro, maximal 2 Kurse pro Jahr
- AOK: In der Regel 80 bis 100 Prozent der Kursgebühr (unterschiedlich je Bundesland), bis zu 2 Kurse pro Jahr
- Barmer: bis 75€ pro Präsenzkurs, maximal 2 Kurse pro Jahr
- DAK: 80%, max. 75€ pro Kurs, maximal 2 Kurse pro Jahr
- HKK: 80%, max. 100€ pro Kurs, maximal 2 Kurse pro Jahr
Wichtig: Das sind nur Richtwerte. Die genauen Konditionen können sich jederzeit ändern. Frag am besten direkt bei deiner Kasse nach, um sicherzugehen.
Bei einem Kurs von 165 Euro bekommst du also in der Regel zwischen 75 und 165 Euro zurück – je nachdem, wie kulant deine Kasse ist. Und das Beste: Du kannst das zweimal im Jahr machen.
Für wen eignen sich Präventionskurse?
Präventionskurse sind grundsätzlich für alle geeignet, die aktiv etwas für ihre Gesundheit tun möchten. Besonders sinnvoll sind sie für Pilates-Einsteiger, die eine strukturierte Einführung mit professioneller Anleitung suchen, für Menschen mit sitzender Tätigkeit, die unter Verspannungen oder Rückenschmerzen leiden, und für Schwangere, die ihren Körper bewusst durch die Veränderungen begleiten möchten.
Auch wer präventiv arbeiten will, bevor Beschwerden überhaupt entstehen, oder wer feste Termine und klare Strukturen braucht, um dranzubleiben, profitiert von Präventionskursen. Sie bieten dir zehn Wochen mit klarem Ziel und helfen dir, gesunde Bewegung zur Routine zu machen.
Vorteile von Präventionskursen
Okay, aber was bringt dir ein Präventionskurs konkret? Hier sind die wichtigsten Vorteile:
Finanzielle Unterstützung
Das ist der offensichtlichste Vorteil: Du bekommst einen Großteil (oder sogar alles) von deiner Krankenkasse zurück. Das macht Pilates deutlich erschwinglicher – vor allem, wenn du mehrere Kurse im Jahr machst.
Qualitätsgarantie
Präventionskurse sind von der ZPP geprüft. Das bedeutet: Die Kursleiterin (in diesem Fall ich) hat eine anerkannte Qualifikation, die Kursinhalte sind didaktisch sinnvoll aufgebaut und das Programm erfüllt bestimmte Standards. Du kannst also sicher sein, dass du in guten Händen bist.
Verbindlichkeit
Du hast den Kurs bezahlt, du hast dich angemeldet, du hast einen festen Termin. Das schafft Verbindlichkeit – und genau die brauchen viele Menschen, um dranzubleiben. Wenn du weißt, dass du mindestens 8 von 10 Terminen wahrnehmen musst, gehst du einfach hin. Punkt.
Langfristige Gesundheitsförderung
Präventionskurse sind nicht auf schnelle Erfolge ausgelegt, sondern auf nachhaltige Veränderung. Du lernst, wie dein Körper funktioniert, wie du ihn sinnvoll trainierst und wie du das, was du im Kurs lernst, in deinen Alltag integrierst. Das ist der große Unterschied zu einem YouTube-Video oder einer Instagram-Challenge.
Kleine Gruppen, individuelle Betreuung
Meine Kurse sind bewusst klein gehalten (max. 8 bis 10 Teilnehmer). Das gibt mir die Möglichkeit, jeden einzelnen zu sehen, zu korrigieren und individuell zu betreuen. Du bist keine Nummer, sondern ein Mensch mit einem Körper, der gesehen wird.
Und die Nachteile von Präventionskursen?
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Du musst die Kursgebühr erstmal komplett vorlegen und bekommst das Geld erst Wochen später zurück. Außerdem brauchst du eine Mindest-Teilnahmequote von 80 Prozent, um die Erstattung zu bekommen – das bedeutet wenig Flexibilität bei unvorhergesehenen Terminen. Die festen Kurszeiten passen nicht zu jedem Lebensrhythmus, und mehr als zwei bezuschusste Kurse pro Jahr gibt es nicht. Wichtig auch: Präventionskurse sind keine Therapie – bei akuten oder chronischen Beschwerden wäre Physiotherapie auf Rezept die richtige Wahl.
Mein Fazit: Lohnen sich Präventionskurse?
Ja. Absolut. Präventionskurse sind eine super Möglichkeit, um strukturiert und professionell begleitet in Pilates einzusteigen – und dabei auch noch Geld zu sparen. Gerade für Menschen, die sonst vielleicht zögern würden, weil sie denken „ach, das ist mir zu teuer“, sind Präventionskurse eine echte Chance.
Klar, es gibt ein paar Nachteile (Vorleistung, feste Termine, Teilnahmepflicht). Aber die Vorteile überwiegen für die meisten Menschen deutlich. Du bekommst eine solide Einführung in Pilates, lernst deinen Körper besser kennen, stärkst deine Gesundheit und bekommst auch noch den Großteil des Geldes zurück. Win-win.
Wichtig ist nur, dass du dir vorher klar machst: Ein Präventionskurs ist kein Ersatz für regelmäßiges Training. Zehn Wochen reichen nicht, um langfristig fit zu bleiben. Aber sie reichen, um dir eine Grundlage zu geben – und die Motivation, danach weiterzumachen.
Du hast noch Fragen? Schreib mir gerne!
Ich hoffe, dieser Artikel hat dir geholfen, das Thema Präventionskurse besser zu verstehen. Wenn du noch Fragen hast oder dir unsicher bist, welcher Kurs für dich passt, melde dich einfach. Ich bin für dich da.
Und wenn du bereit bist, loszulegen: Schau dir meinen aktuellen Kursplan an und melde dich an. Ich freue mich auf dich!
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